AADORF – Es ist für die Mitglieder des Alexanderclub klar, die Jahresversammlung bietet einiges an Überraschungen, denn das Menü und die Art des Unterhaltungsteils waren vorgängig nicht zu erfahren. Viele folgten der Einladung zu diesem besonderen Anlass und schnell waren die Plätze an den schön gedeckten Tischen mit der liebevoll gestalteten Dekoration besetzt. Zum Mittagessen wurde ein gemischter Salat und danach ein schmackhafter Teller mit Rindsgeschnetzeltem an Rotweinsauce, Spiralnudeln und Bohnenpäckli im Speckmantel aufgetragen, alles aus der eigenen Küche, Chapeau an die Köchin. Der Nachservice wurde rege benutzt, ein Zeichen, dass die Menüauswahl gut angekommen war. Anschliessend hiess die Präsidentin Edith Stadelmann 35 Mitglieder sowie fünf Gäste willkommen, nämlich Cornel Stadler als Netzwerker der Kirche Hinterthurgau, Kirchgemeinderats-Präsident Rolf Anliker, Sekretär Matthias Schmidt, Mesmer Michele Bortone und vom Leitungsteam der Kirche Hinterthurgau Petra Mildenberger. Nach dem Verlesen der Entschuldigungen gratulierte Edith den beiden Jubilarinnen Rosmarie Knauss und Silvia Küttel, die seit dem letzten Treffen einen Geburtstag feiern durften. Von den Anwesenden wurde ihnen wie üblich ein Ständchen gesungen. Danach gedachte die Präsidentin der verstorbenen Mitglieder Ida Bannwart, Maria Fuchs, Isabella Heider und Theres Huser. Ursula Erni trug danach das Protokoll des letzten Alexandertreffens vom Dezember 2025 vor.
Finanzen und Mitgliederzahlen nehmen leider wie bei anderen Vereinswesen zusehends ab, eine Patentlösung gibt es noch nicht.
Die von Toni Jud vorgestellte Jahresrechnung schloss mit einem Verlust von etwas über tausend Franken trotz Einnahmen von knapp viertausend Franken ab. Die grössten Ausgabeposten waren der Tagesausflug zum Musikautomaten-Museum im solothurnischen Seewen und die Essenskosten an der letzten Mitgliederversammlung oder für diverse Zvieris während des Berichtjahres. Die Rechnung war vom Revisor Bruno Gerig abgesegnet und dem Rechnungsführer Toni Jud bestens verdankt worden. Darauf berichtete Edith Stadelmann über das abwechslungsreiche Programm des verflossenen Jahres. Die Veranstaltungen wurden meistens von über dreissig Personen besucht. Die Palette reichte von Musikclowns über Spielnachmittage, kurzweiligen Vorträgen bis zu musikalischen Unterhaltungen. Beliebt seien jeweils die Krankensalbung im März, das Bräteln im Juli und der besinnliche Adventnachmittag als Jahresabschluss. Insbesondere hob Stadelmann den von Toni Jud bestrittenen Filmnachmittag hervor. Über den Tagesausflug und die Seniorenferien der katholischen Kirche hatte er je einen Film aus mehrstündigen Aufnahmen zusammengeschnitten und mit passender Musik und Kommentaren unterlegt. Die Präsidentin dankte ihm ganz herzlich für diese immense Arbeit, die er mit Leidenschaft auf sich nahm. Sie schätze sich glücklich, dass der Alexanderclub über einen so talentierten Filmemacher aus ihren Reihen verfüge. Und ausserdem dankte sie allen, die in irgendeiner Weise zum guten Gelingen der monatlichen Treffen mit ihrer unkomplizierten Art mithalfen. Nur durch das Zusammenhalten in Freud und Leid, gespickt mit etwas Humor, könne man weiterhin existieren und stark bleiben. Mit Sorge teilte sie darauf mit, dass ohne die Nötli zu Geburtstagen, Kuchen- oder Zvierispenden die Jahresrechnung viel schlechter ausgefallen wäre. Über eine Lösung der stetig abnehmenden Mitglieder- und Finanzzahlen wird sich der Vorstand noch beraten müssen. Glücklicherweise könne sie ein weiteres Jahr auf die aktuellen Vorstandsmitglieder zählen, was für sie eine grosse Unterstützung bedeute.
Danach gab Toni Jud noch einige Eckdaten für die diesjährige Tagesreise bekannt. Das Datum wurde auf den 21. August festgelegt, Ziel werde die Innerschweiz sein. Er nehme gerne noch Vorschläge oder Anregungen entgegen. Anschliessend brachte Rolf Anliker Dankesworte und gute Wünsche vom Kirchgemeinderat und gratulierte dem Vorstand, dem es gelinge, immer wieder ein interessantes und abwechslungsreiches Programm zusammenzustellen. Cornel Stadler lobte die gute Vernetzung des Alexanderclubs in der Kirchgemeinde. Er freue sich, dass es den Alexanderclub gibt, der jeden Monat seinen Mitgliedern einen erholsamen Nachmittag mit Unterhaltung und abwechselnden Leckereien im schön hergerichteten Saal ermögliche.
Nach ein paar Müsterli aus dem Witzebuch der Präsidentin und witzigen Zugaben eines Mitgliedes aus dem Stegreif war es Zeit für Kaffee mit einem feinen Dessert und die Ankündigung der heutigen Überraschung. Von einem Mitglied wurde der Auftritt der bereits bekannten Steelband "Steel and Fun" organisiert und bezahlt. Besten Dank an den freigiebigen Herrn. Bei karibischen Rhythmen wurde zwar nicht getanzt, aber doch geschunkelt und bei bekannten Melodien mitgesungen. Mit der Musik von Kesseln, Bongos und Schlagzeug klang wieder ein schöner Nachmittag in gemütlicher Gesellschaft aus.
Gertrud Ullrich